Version User Scope of changes
Jan 9 2009, 2:24 AM EST (current) MichaelLudwigHöfer 3 words added, 1 word deleted
Aug 11 2008, 6:48 AM EDT MichaelLudwigHöfer

Changes

Key:  Additions   Deletions

Abstract:

"Mit Organisationsidentität wird das Einheitliche, Beständige und Einzigartige einer Organisation beschrieben. Dazu gibt es im Wesentlichen drei Zugänge, die das Thema aus einer sozialpsychologischen, marketingtorientierten und systemtheoretischen Sichtweise bearbeiten.

Weblogs sind eine neue, internetbasierte Kommunikationsform, häufig aktualisierte Websites mit dialogischen Elementen, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen und als besonders persönlich und authentisch wahrgenommen werden. Die Arbeit stellt die verschiedenen Theorieansätze zur Organisationsidentität vor und entwickelt einen Vergleich der Theorien. Die wichtigsten Charakteristika werden mit den als Weblogs vorliegenden Aussagen, Gesprächen, Strukturen und Diskursen verbunden, um theoretisch zu zeigen, wie Weblogs dazu beitragen können, eine Organisationsidentität zu konstituieren."


  • In Bezug auf Organisationsidentität wurdenwebbasierten Kommunikations-Anwendungen generell bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt (Seite 7)

  • In der Praxis der Organisationskommunikation treten mit Weblogs neben der offiziellen Unternehmenskommunikation weitere Organisationsmitglieder mit ihrer Stimme an die Öffentlichkeit. Anspruchsgruppen wie Kunden oder kritische Öffentlichkeiten thematisieren Organisationen in ihren Weblogs und schaffen neue Räume für inhaltliche Auseinandersetzungen (Seite 9)

  • Durch ihre (überwiegend) persönliche und authentische Form befördern sie Identitätsarbeit, Identifikation und
    Imagebildung. Sie fordern Integrationsleistungen heraus,wenninihnenheraus,wenn in ihnen Kommunikation über die Organisation stattfindet und wieder in die Organisation eintritt. Der Umgang mit ihnen wie der kommunikative Inhalt geben Aufschluss über Sinn und Kultur von Organisationen.
    (Seite 9)

  • Nach innen können Weblogs als Teil des Wissensmanagements eine wichtige Rolle spielen. Informationen werden durch den Kontext und die Kopplung an Personen zu einer Wissensressource, Organisationsmitglieder lernen einander durch ihre Blogs kennen und entwickeln interne Verbindungen, es entstehen soziale Netzwerke, die das System verdichten. [...] Sie schaffen Schnittstellen nach Innen und Außen. (Seite 10)

  • Luhmann spielt eine ganz große Rolle: "Nach Luhmann ist eine Organisation also ein autopoietisches Entscheidungssystem, das zwischen Interaktion und Gesellschaft verortet wird. Eine Organisation kommuniziert durch Entscheidungen, sie sind das Letztelement ihres Systems, durch sie werden die Systemgrenzen zur Umwelt definiert, dabei orientieren sie sich am systemimmanenten Sinn, ihrer spezifischen Zweckgebundenheit. Entscheidungen werden durch spezifische Entscheidungsprämissen kontingentiert. Ein- und Ausschlusskriterium von Organisationen ist die Mitgliedschaft, also die Anerkennung spezifischer Verhaltenserwartungen an die Träger der Mitgliederrolle, die entsprechend sanktioniert werden können." (Seite 27)

---------------------------

  • Im weiteren wird nach dem Begriff der Organisationsidendität der Begriff der Markenindendität erläutert und gleich darauf mit PR verknüpft sowie interner Kommunikation. (Seite 42)

  • " Findet die Kommunikation der Corporate Identity bisher vor allem massenmedial vermittelt statt, spielt sich die Reproduktion der Organisationsidentität vor allem in Gesprächen untereinander ab - eine Grenzziehung, die durch das Auftreten von Blogs weiter verwischt wird " (Seite 42)