Auseinandersetzung mit den Inhalten der Studie:
http://www.computerwoche.de/knowledge_center/web/1870067/ http://www.moderne-unternehmenskommunikation.de/wordpress/tipps/studienmonitor/neue-mckinsey-studie-zu-enterprise-20/ http://www.centrestage.de/2008/08/04/wie-steht-es-um-die-web-20-unternehmen/Kritisch A. Back:
http://www.business20.ch/2008/08/04/was-sagt-uns-der-mckinsey-global-survey-building-the-web-20-enterprise/Forstetzung 2009:
McKinsey_Building the Web 2.0 Enterprise 2009-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zwei Texte dazu:
Neue McKinsey Studie zu Enterprise 2.0McKinsey hat eine den Nachfolger der Studie “
How are business are using Web2.0” aus dem Jahre 2007 veröffentlicht mit dem Titel “Building the Web 2.0 Enterprise: McKinsey Global Survey Results” (leider erst nach Registrierung verfügbar).
Gefreut hat mich, dass McKinsey die richtigen Fragen gestellt hat: Wird Social Software eingesetzt? Erfolgreich? Wenn ja, mit welchem Effekt? Wenn nein, warum nicht?
Diese Studie birgt somit einige Erkenntnisse, die mich überraschen, einige, die ich erwartet habe:
- Die Probierphase ist bei vielen Unternehmen abgeschlossen, die Ergebnisse sind zwiespältig:
- Es gibt einen signifikanten Teil Unternehmen, die mit den Ergebnissen ganz klar unzufrieden sind.
- Und es gibt einen Teil unternehmen, die zufrieden sind und die “leveraging them to change management practices and organizational structures. Some are taking steps to open their corporate “ecosystems” by encouraging customers to join them in developing products and by using new tools to tap distributed knowledge.”
- Warum? Die “Zufriedenen” haben es eher geschafft, mehr Nutzer an Social Software heranzuführen. Während bei den “Unzufriedenen” nur jeder Vierte Mitarbeiter Web2.0-Tools nutzt, waren es bei den “Zufriedenen” mehr als die Hälfte. Die Frage: Ist die mangelnde Partizipation Grund für die Unzufriedenheit oder Ergebnis?
- Heraus kommt, dass bei den “Unzufriedenen” größere Barrieren vorhanden waren, besonders, dass die Unterstützung durch Führungskräfte wesentlich geringer war! Beleg für unsere hier häufig geäußerte Ansicht, dass für eine erfolgreiche E2.0-Einführung die Voraussetzungen kulturell, kommunikativ, prozessuell geschaffen werden müssen.
- Eine andere interessante Erkenntnis: In manchen Lösungsbereichen ist der Einsatz rückgängig: Besonders im Web Services-Bereich und im Bereich P2P.
- Hinsichtlich der Anwendungsbereiche ist der Einsatz für “Interne Zwecke” gleichbleibend hoch, aber das Einbinden von externen Stakeholdern (Kunden oder Zulieferer) ist ziemlich rückläufig.
------------------------------------------------------------------------------------------
Wie steht es um die Web 2.0 Unternehmen?McKinsey hat die Ergebnisse einer Umfrage vom Juni 2008 unter dem Titel “Building the Web 2.0 Enterprise” veröffentlicht. Wie bereits im Vorjahr wurde zu diesem Thema ein McKinsey Global Survey durchgeführt...
.
Hier ein kurzer Überblick zu einigen interessanten Ergebnissen des McKinsey Global Surveys aus dem Jahr 2008:
- Die Unternehmen investieren weiterhin in das Thema Web 2.0 und nutzen im Vergleich zum Vorjahr einen breiteren Mix an Werkzeugen und Technologien. Die Unternehmen erkennen zunehmend deren geschäftlichen Nutzen und setzen diese nach einer Phase des Experimentierens jetzt in einem breiteren Umfang für geschäftliche Aktivitäten ein.
- Die Spreu trennt sich vom Weizen. Zwar geben 21 Prozent der befragten Führungskräfte an, extrem oder sehr zufrieden mit den Web 2.0 Werkzeugen und Technologien zu sein. Aber 7% der Befragten berichten auch, dass sie nach einer Phase des Ausprobierens das Thema wieder gestoppt haben.
- Ein hoher Nutzungsgrad konnte bei Unternehmen festgestellt werden, die Web 2.0 in Verbindung mit anderen strategischen Initiativen eingesetzt oder die Werkzeuge in bestehende Workflows integriert haben. Auch die Vorbildfunktion der Führungskräfte fördert die Nutzung.
- Als wichtige Barrieren für den Erfolg einer Web 2.0-Initiative wird festgestellt, dass der monetäre Nutzen nicht gesehen wird, die Unternehmenskultur die Nutzung der Technologien nicht fördert und es nicht genügend Anreize gibt, die Technologien zu nutzen oder mit ihnen zu experimentieren.
- Unternehmen, die nach Angaben der befragten Führungskräfte zufrieden mit dem Einsatz von Web 2.0 sind, machen die Erfahrung, dass das Unternehmen sich wandelt. Dies betrifft insbesondere die Art, wie mit Kunden und Lieferanten kommuniziert wird. Aber auch das Personalmanagement und die organisatorischen Strukturen verändern sich.
- Zufriedene Unternehmen setzen stärker auf die Nutzung von Web 2.0 zur Interaktion mit Kunden, Lieferanten und externen Experten.
- Das Thema Web 2.0 wird in Unternehmen, die mit der Nutzung der Technologien und Werkzeuge zufrieden sind, von der geschäftlichen Perspektive getrieben. Die Geschäftsbereiche treiben das Thema, und die IT fokussiert sich auf die Bereitstellung. Weniger zufrieden sind Unternehmen, bei denen die IT die Werkzeuge auswählt und diese dann den Geschäftsbereichen zur Verfügung stellt.
Im Vorjahr war das Ergebnisse des McKinsey Global Survey, stark vereinfacht ausgedrückt, dass das Thema Web 2.0 für Unternehmen relevant ist. Dieses Jahr ist das Bild doch schon viel differenzierter. Es wird deutlich, dass die Installation eines Wikis oder eine Blogs alleine nicht ausreichend ist. Es ist eigentlich keine neue Botschaft,
dass die Installation einer Technologie alleine nichts bringt, sondern deren Einführung aktiv gestaltet werden muss. Aber gerade die Einfachheit des Einsatzes von Web 2.0 hat wahrscheinlich einige Unternehmen dazu verleitet, es wieder mal mit einer reinen Bereitstellung von (Web 2.0-)IT zu versuchen. Die Ergebnisse zum Change Management, zu den Barrieren und den geschäftlichen Nutzungskonzepten machen den Gestaltungsbedarf mehr als deutlich. Man könnte auf Basis der Ergebnisse für die Unternehmen auch eine Warnung ausgeben: wenn man davon ausgeht, dass sich im Unternehmen möglichst nichts ändern darf, sollte man die Finger von Web 2.0 lassen